Unter dem Motto „Mobil. Aber sicher!“ überprüfte die Hamburger Polizei Auto- und Radfahrer sowie Fußgänger.
Unter der Leitung der Verkehrsdirektion Innenstadt/West (VD 2) waren am Donnerstag 219 Beamte, unter anderem von der Schutz- und Wasserschutzpolizei sowie der Akademie der Polizei, in ganz Hamburg mit der Durchführung von Verkehrskontrollen beschäftigt. Unter dem Schwerpunkt „Zweiräder im Blick“ wurde ein besonderes Augenmerk auf die Sicherheit von Radfahrern gelegt.
Im Zuge der Verkehrskontrollen kam es zur Einleitung mehrerer Straf- und Ordnungswidrigkeitenverfahren. Darunter 214 Parkverstöße, 158 Missachtungen roter Ampeln von Auto- und Radfahrern sowie Fußgängern, 88 Personen wurden am Steuer oder am Lenker mit dem Handy erwischt und 45 mal wurde verbotenerweise der Gehweg befahren. Auch schwere Delikte wie zum Beispiel Fahren ohne Fahrerlaubnis oder Fahren unter Drogeneinfluss wurden festgestellt.
Radfahrer tragen Hauptschuld an Unfällen
Wir wollten es genauer wissen und hakten bei der Hamburger Polizei nach, was die häufigsten Unfallursachen bei Unfällen mit Radfahrern sind. Die Pressestelle der Polizei teilte uns mit, dass es im vorherigen Jahr zu 3.978 Unfällen mit Radfahrerbeteiligung kam. Hierbei konnten die Radfahrer in 56 % der Fälle als Hauptunfallverursacher ermittelt werden. In weiteren 8 % trugen die Zweiradfahrer eine Teilschuld. Hierbei betonte die Polizei, dass Regelmissachtungen der Radfahrer die Unfallgefahr drastisch erhöhen würden und verwiesen auf das Gebot der gegenseitigen Rücksichtnahme (§ 1 StVO). Als Hauptunfallursachen wurden sogenannte „Geisterradler“, als das Fahren entgegen der Fahrrichtung genannt. Dies passiere besonders oft in Einbahnstraßen und auf Radwegen.

Rotlicht gilt auch für Radfahrer
Im Jahr 2025 wurden zudem 272 Unfälle zwischen Radfahrern und Fußgängern registriert. Eine Zahl, die seit Jahren relativ konstant bleibt. Besonders brenzlich wird die Situation häufig an Ampeln. Hier stellte die Polizei klar: Rote Ampeln gelten nicht nur für Autos, sondern auch für Radfahrer, die ein Wechsellichtzeichen, so die Amtssprache, kreuzen, damit Passanten den Überweg sicher passieren können.
Im allgemeinen appelliert die Polizei an alle Verkehrsteilnehmer, auf die gegenseitige Rücksichtnahme zu achten. Damit jeder auf Straßen und Wegen sicher ist.
Christian Ehrhorn







Kommentar verfassen