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Hamburgs lebendige Wahrzeichen sind zurück. Gemeinsam mit der zweiten Bürgermeisterin Katharina Fegebank entließ Schwanenvater Olaf Nieß mit seinem Team die Alsterschwäne aus ihrem Winterquartier.
Neues Schwanenwesen entsteht
Während die Tiere für gewöhnlich am Eppendorfer Mühlenteich überwintern, wo spezielle Unterwasserpumpen dafür sorgen, dass das Gewässer selbst bei starkem Frost eisfrei bleibt, waren die Schwäne in diesem Jahr aufgrund des Abrisses der traditionsreichen Dienststelle gezwungen, den Winter in der Wildtierstation in Ohlsdorf zu verbringen. Bis 2027 wird für rund 7 Millionen Euro ein komplett neues und klimafreudliches Schwanenquartier entstehen, welches den modernen Anforderungen an den Tierschutz entsprechen soll.
Vogelgrippe verzögert Entlassung
Aufgrund des Ausbruchs der Vogelgrippe verzögerte sich die Entlassung der Schwäne in diesem Jahr. Im März dieses Jahres fand das Team des Hamburger Schwanenwesens zahlreiche verendete Gänse, die positiv auf das für die Vogelgrippe verantwortliche Aviäre Influenzavirus (AIV) getestet wurden.
Mit dem Umbau der Dienststelle verbessert sich auch die Handhabung von Vorfällen dieser Art. Mussten Schwanenvater Olaf Nieß und sein Team bisher Zelte aufschlagen, um die Versorgung der Tiere bei einem Seuchenausbruch sicherzustellen, erhalten sie im Neubau integrierte Räume für die medizinische Behandlung und Quarantänemaßnahmen.
Während der zweijährigen Bauphase wird das Schwanenwesen in einer Containeranlage an der Wildtierstation in Wellingsbüttel untergebracht.
Schwäne zurück auf der Alster
„Wenn es den Schwänen gut geht, geht es Hamburg gut, heißt es“, erklärte Katharina Fegebank, Senatorin für Umwelt, Klima, Energie und Agrarwirtschaft von den Grünen. „Deshalb freue ich mich, dass unsere Alsterschwäne nun gesund und munter auf die Außenalster zurückgekehrt sind. Es war mir eine besondere Freude, bei diesem traditionellen Termin dabei zu sein. Mein herzlicher Dank gilt Schwanenvater Olaf Nieß und dem gesamten Team des Schwanenwesens: Mit großem Einsatz kümmern sie sich nicht nur um die Schwäne, sondern leisten darüber hinaus wichtige Arbeit für den Schutz und die Pflege vieler weiterer Wildtiere sowie für eine artenreiche und gesunde Natur in unserer Stadt.“
Auch Schwanenvater Olaf Nieß zeigte sich erleichtert: „Wir freuen uns sehr, dass wir die Schwäne jetzt aus ihrer sicheren Unterbringung entlassen können, damit sie wieder das Bild der Hamburger Alster prägen können.“


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